Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung

KZBV-Vorstand: v.l. Dr. Jürgen Fedderwitz, Dr. Wolfgang Eßer,
Dr. Günther E. Buchholz

Ein Zahnarzt muss Mitglied in einer Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) eines Bundeslands sein, um mit den Gesetzlichen Krankenversicherungen die Behandlung von Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherungen abrechnen zu können.

Die KZBV besteht aus 17 Landes-KZVen, die mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen, das in zwei KZV-Bereiche (KZV Nordrhein und KZV Westfalen-Lippe) aufgeteilt ist, den Bundesländern entsprechen. Jede Kassenärztliche Vereinigung führt u. a. Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen auf Landesebene und nimmt die Abrechnung der Vertragszahnärzte (umgangssprachlich: Kassenzahnärzte), entgegen, verrechnet diese im Rahmen des Budgets mit den Krankenkassen und zahlt das Honorar für die erbrachten und abgerechneten zahnärztlichen Leistungen in Form einer sogenannten Einzelleistungsvergütung, ggf. im Rahmen ihres Honorarverteilungsmaßstabs (HVM), an ihre Mitglieder, die Vertragszahnärzte, aus.

 

Aufgabengebiete

  • Die Wahrung der Rechte der Zahnärzte gegenüber den Krankenkassen.
  • Die Wahrung der Interessen gegenüber der Aufsichtsbehörde und dem Gesetzgeber.
  • Die Beratung des Gesetzgebers in Fragen der zahnärztlichen Versorgung.
  • Die Sicherstellung (Gewährleistung) der vertragszahnärztlichen Versorgung entsprechend den gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen. Die Sicherung angemessener Vergütungen für die Vertragszahnärzte.
  • Die Vereinbarung von Bundesmantelverträgen.
  • Die Regelung der länderübergreifenden Durchführung der zahnärztlichen Versorgung und des Zahlungsausgleiches zwischen den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen der Länder.
  • Aufstellung von Richtlinien zur Betriebs-, Wirtschafts- und Rechnungsführung der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen.
  • Die Bestellung der Vertreter der Vertragszahnärzte im Bundesschiedsamt, im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und im Bewertungsausschuss.
  • Die KZBV ist Mitgesellschafter in der gematik.
  • Die KZBV unterhält zusammen mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) und die Zahnärztliche Zentralstelle Qualitätssicherung.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung untersteht der Rechtsaufsicht des Bundesgesundheitsministeriums.

© KZBV/Darchinger